Arbeitskosten nehmen in Portugal zu

11.10.17 AHK-Wirtschaftsnews

Das anhaltende Wirtschaftswachstum wirkt sich auch auf die Arbeitskosten in Portugal aus. Laut dem portugiesischen Statistikamt INE ist der vierteljährliche Arbeitskostenindex (LCI) im zweiten Quartal 2017 verglichen mit dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 2,9 Prozent gestiegen. Der Anstieg im Arbeitskostenindex setzt sich aus einem Lohnanstieg von 2,8 Prozent und einem Zuwachs der zusätzlichen Kosten um 3,4 Prozent zusammen. Die tatsächlichen Lohkosten stiegen dabei nur um 1,4 Prozent; doch weil die Arbeitnehmer bei gleichem Lohn durchschnittlich 1,6 Prozent weniger arbeiteten, stieg der Arbeitskostenindex insgesamt um 2,9 Prozent an.

Am stärksten legten die Arbeitskosten in der Industrie zu: Sie lagen 3,0 Prozent höher als im 2. Quartal 2016. Auch im Dienstleistungsbereich stiegen die Arbeitskosten um 1,1 Prozent an. Leicht rückläufig waren dagegen die Kosten für Arbeit im Baugewerbe. Der Arbeitskostenindex ging gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr um 0,6 Prozent zurück.

Im gesamteuropäischen Vergleich stiegen die Arbeitskosten in Portugal stärker als in 15 anderen EU-Ländern; in zwölf EU-Staaten war der Anstieg noch höher. Am stärksten wuchs der Arbeitskostenindex in Rumänien (17,2 Prozent), während er in Spanien (-0,1 Prozent), Großbritannien (-1,5 Prozent) und Finnland (-2,7 Prozent) rückläufig war.

 

Quelle: INE