Landwirtschaft: Lebensmittelsektor soll um 1,8 Prozent wachsen

14.02.17 AHK-Wirtschaftsnews

Der Agrar- und Lebensmittelsektor soll 2016 um 0,3 Prozent und 2017 um 1,8 Prozent zulegen. In einer Studie des Kreditversicherungsunternehmens Crédito y Caución wird mit Wachstum gerechnet, obwohl Portugal die negativen Auswirkungen in den zwei wichtigen Lebensmittel-Exportmärkten Angola und Brasilien zu spüren bekommt. Die Wirtschaftskrise in diesen beiden Märkten habe zu einer Reduzierung der Exporte und der Investitionen geführt – mit direkten Folgen für das gesamte Wirtschaftswachstum.     

Zudem, so die Studie des Kreditversicherers, habe die Deflation in den Jahren 2014 und 2015 negative Folgen auf die Gewinnspanne der Unternehmen gehabt, die sich in einem Klima befänden, das von Preisekriegen und hartem Wettbewerb geprägt sei. Insbesondere das fleischproduzierende Gewerbe leide immer noch unter den Folgen des Lebensmittelembargos gegen Russland.   

Für das Jahr 2016 scheint jedoch die Bilanz besser gewesen zu sein. Zumindest sind die Preise für Produzenten und Konsumenten gestiegen, und das könnte die Gewinnspanne der Unternehmen erhöht haben.

Nach Angaben des portugiesischen Statistikamtes INE für das Jahr 2014 beschäftigen 10.800 Unternehmen im portugiesische Agrar- und Lebensmittelsektor rund 104.000 Arbeiternehmer und erwirtschaften einen Umsatz von 14,8 Milliarden Euro.

 

Quelle: TPN/AICEP