Portugiesisches Forschungsinstitut unterstützt internationales Drohnen-Projekt

15.07.19 AHK-Wirtschaftsnews

Der Einsatz von Rettungskräften in Katastrophengebieten birgt auch für die Retter große Risiken. Immer häufiger kommen deshalb in den Notsituationen Drohnen zum Einsatz, damit sich die Einsatzkräfte ein Bild von der Situation machen können.

Das portugiesische Forschungsinstitut INESC-TEC wird jetzt zusammen mit 10 anderen Institutionen aus 12 Ländern das Projekt RespondDrone starten. Das internationale Konsortium setzt sich aus EU-Staaten und Südkorea zusammen und wird mit Mitteln aus der Forschungs- und Innovationsforschung des EU Programms „Horizonte 2020“ gefördert. Ziel ist es, ein Werkzeug für ein besseres Notfallmanagement zu entwerfen, das mit Hilfe von Drohnen den Einsatzkräften wichtig Informationen zukommen lässt.

„Dank dieses neuen Instruments können die Einsatzkräfte die Risiken vor Ort realistischer einschätzen und ihr eigenes Leben besser schützen,“ sagt Rui Campos, Koordinator im INESC-TEC-Zentrum für Telekommunikation und Multimedia. „Dazu gehört auch die Möglichkeit, mehrere Drohnen gleichzeitig von einem einzigen Piloten steuern zu lassen. Bisher haben Piloten immer nur eine Drohne kontrolliert.“ Darüber hinaus soll RespondDrone hochqualitative Informationen an ein Kontrollzentrum liefern, die über ein intelligentes Netzwerk fernbedient gesteuert werden kann. 

Das Forschungszentrum INESC-TEC hat somit als Ziel, Lösungen für eine drahtlose Kommunikation mit den Drohnen zu entwickeln, die selbst dann funktioniert, wenn das Mobilnetz zusammenbricht oder die Kapazität überlastet ist.  

Neben INESC-TEC sind eine Reihe weiterer Forschungsinstitute an dem Projekt beteiligt, darunter das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Israel Aerospace Industries; Thales Group (Frankreich) und Korea Aviation Technologies (Südkorea).

 

Quelle: O Jornal Económico