Startups polieren das Export-Image Portugals auf

11.10.17 AHK-Wirtschaftsnews

Startup-Unternehmen sind in Portugal leichter für den Export zu gewinnen als bereits länger existierende Betriebe. Das geht aus der Studie „O Empreendedorismo em Portugal” (Unternehmergeist in Portugal) hervor, die der Dienstleister für Wirtschaftsinformationen auf der iberischen Halbinsel „Informa D&B“ herausgebracht hat. In der Studie wurde die jährliche Entwicklung von rund 294.000 Unternehmen zwischen 2007 und 2016 untersucht.

Ein wichtiges Ergebnis ist, dass junge Firmen einen entscheidenden Anteil daran haben, dass sich das Profil des Unternehmertums in Portugal im vergangenen Jahrzehnt erneuert hat. Unternehmen sind jetzt kleiner und besser auf Export eingestellt. 

Im Jahr 2015 ist der Anteil der Firmen, die bereits im ersten Jahr ihrer Existenz exportieren, zum ersten Mal größer gewesen als der gesamte Anteil der Betriebe, die im Export tätig sind. Die Motoren der wachsenden Startup-Kultur sind Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe. Diese sind hinter Dienstleistungen und Einzelhandel der Sektor mit dem drittstärksten Wachstum an Unternehmensgründungen. Neben dem stark wachsenden Immobilienmarkt hebt die Studie noch die Bereiche Landwirtschaft, Tierwirtschaft, Fischfang und Jagd sowie Telekommunikation als Sektoren hervor, in denen viele Start-ups gegründet werden. 

Lissabon ist zum ersten Mal seit 2008 wieder vor Porto die Stadt mit dem aktivsten Unternehmertum. 37 Prozent der neuen Unternehmen wurden in der portugiesischen Hauptstadt gegründet; die Metropole im Norden zählte 32,9 Prozent. 

Die Studie betont außerdem die Wirkung auf die gesamte Unternehmenskultur in Portugal. Die Betriebe, die nicht älter als fünf Jahre sind, haben Ende 2015 bereits ein Drittel aller Unternehmen in Portugal ausgemacht.

 

Quelle: Dinheiro Vivo