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Portugiesische Wirtschaft
Die portugiesische Wirtschaft entspricht heute der eines hochentwickelten Industrielandes. Die größte Wirtschaftsleistung wird durch den Dienstleistungssektor mit ca. 65 Prozent des Bruttoinlandproduktes erbracht, gefolgt von der Industrie mit rund 30 Prozent und der Landwirtschaft mit weniger als 5 Prozent. Allerdings spielt die Landwirtschaft im Vergleich zu den übrigen EU-Staaten mit einem Beschäftigungsanteil von 13 Prozent an der Gesamtbeschäftigung eine recht bedeutende Rolle.Ein wachsender Industriezweig ist durch die Automobil- und Automobilzulieferindustrie im weitesten Sinne aufgrund des AutoEuropa-Werkes (VW) gegeben, das im Süden von Lissabon angesiedelt ist.
In Portugal herrscht in der Regel kein großer Konflikt zwischen Unternehmen, Gewerkschaften und dem Staat. Moderate Lohnsteigerungen in den letzten Jahren sind die Folge. Hierbei spielt besonders der geringe Organisationsgrad der Beschäftigten in Gewerkschaften eine große Rolle. In Portugal gibt es weder Streikgelder noch Urabstimmungen. Die portugiesischen Gewerkschaften sind daher mit Streikaktionen zurückhaltend. Ausländische Unternehmen werten dies als starken Wettbewerbsvorteil.
Es finden beträchtliche Investitionen zur Erweiterung der Transportwege statt. Die Einrichtungen für den Luft- und Seetransport werden in großem Stil modernisiert. Dazu gehört auch die Privatisierung der größten Fluggesellschaft TAP-Air Portugal und der ANA, zuständig für die Kontrolle der Flughafeneinrichtungen und Konzessionen.Die drei wichtigsten Flughäfen für den Personen- und Frachttransport sind Lissabon, Porto und Faro. Wichtigste Seehäfen sind: Viana do Castelo, Leixões in Porto, Aveiro, Lissabon, Setúbal, Sines und Faro, Funchal auf Madeira und Ponta Delgada auf den Azoren. Setúbal verfügt über die größten Roll-on-roll-off-Einrichtungen. Hier sind auch die größten Werften aktiv.
Das Straßennetz ist gut ausgebaut und ein effizientes Speditionsgewerbe ist vorhanden.Der Telekommunikationsmarkt ist seit dem 1. Januar 2000 vollständig liberalisiert, was im mobilen Bereich einen enormen Wettbewerb und zahlreiche Engagements privater Anbieter zur Folge hat. Er erreicht jedoch nicht das selbe Niveau wie in Deutschland, da zum Beispiel aufgrund der neuen Verwaltungsstrukturen im Festnetz keine Call-by-Call Anbieter vorhanden sind.




