Über uns

Die AHK Portugal fördert seit 65 Jahren die Zusammenarbeit zwischen deutschen und portugiesischen Unternehmen und unterstützt diese beim Auf- und Ausbau ihrer Geschäftsbeziehungen in beiden Ländern.

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Die AHK Portugal ist Teil eines globalen Netzwerks von deutschen Auslandshandelskammern (AHK). Weltweit gibt es 140 AHK-Standorte in mehr als 90 Ländern. Diese sind in Deutschland eng mit dem Netzwerk der deutschen Industrie- und Handelskammern (IHK) verbunden.

Das Netzwerk der Deutschen Auslandshandelskammern (AHKs), bestehend aus bilateralen Auslandshandelskammern, Delegationen und Repräsentanzen der Deutschen Wirtschaft, berät, betreut und vertritt weltweit deutsche Unternehmen, die ihr Auslandsgeschäft auf- oder ausbauen wollen. AHKs sind Institutionen der deutschen Außenwirtschaftsförderung. Der Deutsche Industrie-und Handelskammertag e. V. (DIHK) koordiniert und entwickelt das Netz der Deutschen Auslandshandelskammern stetig weiter. Sie werden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) anteilig gefördert

Geschichte der AHK Portugal

  • 2015-2019
  • 2005-2014
  • 1995-2004
  • 1985-1994
  • 1975-1985
  • 1965-1974
  • 1954-1964

2015-2019

Zeit des Aufschwungs: Portugals Erholung schürt weiter deutsches Interesse

• Noch immer ist Deutschland Portugals zweitwichtigster Handelspartner. Nachdem sich das Land nach der schweren Rezession und dem Ende des EU-Hilfspaketes 2014 immer weiter erholt, stellt die Kammer besonders seit 2016 ein steigendes Interesse deutscher Investoren fest.

• Es handelt sich um gegenseitiges Interesse: seit 2017 ist ein Zuwachs von portugiesischen Unternehmen auszumachen, die bei der Kammer Unterstützung bei der Internationalisierung und der Sondierung des deutschen Marktes anfragen.

• Mit dem Ziel, Firmen auszuzeichnen, die einen Beitrag zu den bilateralen Verflechtungen leisten, rief die Kammer den Preis “Best Performers der deutsch-portugiesischen Wirtschaftsbeziehungen” ins Leben, der erstmals im November 2017 vergeben wurde. Neben großen Unternehmen zeichnet er dabei auch kleine und mittelgroße Firmen aus, die der breiten Masse sonst eher unbekannt sind.

• Ein wichtiges Feld bleibt das der erneuerbaren Energien und Energieeffizienz. Dabei beschränken sich die Aktivitäten nicht nur auf Portugal, die Kammer will deutsche Unternehmen auch in den portugiesischsprachigen Ländern Afrikas fördern. So fand 2015 die erste Geschäftsreise auf die Kap Verden statt.

• Der wohl dynamistische Sektor bleibt der Tourismus. Nach mehreren Rekordjahren in Bezug auf Gäste- und Übernachtungszahlen steht nun vor allem die Diversifizierung des Angebots im Fokus. Das Augenmerk liegt hier besonders auf Gesundheits- und Wellnesstourismus, zu dem die Kammer in der Reihe “Health, Wellness and Tourism in Portugal” “ u.a. Workshops und Symposien ausrichtete.

• In Zeiten, in denen die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften immer weiter zunimmt ist auch der Erfolg von DUAL ungebrochen: 2017 feierte der Berufsbildungsservice sein 35-jähriges Bestehen.

  • Qualifizierte Fachkräfte sind nur eines der Motive, die Portugal für deutsche, aber auch internationale Firmen als Standort von Shared Services attraktiv machen. So eröffnete z.B. Mercedes 2018 den Digital Delivery Hub – ein Kompetenzzentrum für digitale Dienste und globale Softwarelösungen.

• Auch auf den von der Kammer vertretenen deutschen Messen konnte Portugal seine Präsenz in den letzten Jahren nochmals steigern. So z.B. in Hannover, als auch auf der ITB in Berlin, die für das Reiseland eine Priorität darstellt. 2015 war Portugal zudem Partnerland der FruitLogistica.

. • Für 2019 sind vier weitere Konferenzen geplant. Dieses Jahr wird sich die Kammer vor allem weiter mit den Themen der Kompetenzzentren und Shared Service Centern, als auch der Lage der Fachkräfte und dem Potential des deutschen Marktes für portugiesische Unternehmen widmen.

2005-2014

Auch in Krisenzeiten eine starke und stabile deutsche Präsenz

• Die deutschen Investitionen in der Industrie bedeuten weiter den größten Anteil an der Präsenz Deutschlands im Land, aber auch andere Bereiche gewinnen an Bedeutung, insbesondere in Sektoren, die auf die neuen Technologien und Dienstleistungen ausgerichtet sind.

• Wegen der gestiegenen Zahl an Auszubildenden müssen die drei Zentren in Lissabon, Porto und Portimão in größere Räumlichkeiten wechseln. 2007 wird die Ausbildung der AHK Portugal ein eigenständiger Bereich und unter der Marke DUAL, dem Berufsbildungsservice, bekannt.

• Die Dynamik der bilateralen Beziehungen wird an den Mitgliederzahlen deutlich, die Ende 2004 die Zahl von 1000 überschreiten und seitdem auf diesem Niveau stabil sind - die Kammer ist die größte bilaterale Kammer in Portugal.

• Aufgrund der Wirtschaftslage des Landes hat die Kammer stark auf die Exporthilfe für portugiesische Unternehmen gesetzt mit mehreren Projekten, darunter PortugalPlus, das auf die Verbreitung der Qualität und Exzellenz der portugiesischen Firmen in Deutschland setzt. Im Rahmen der Unterstützung bei der Internationalisierung wurde 2013 ein spezifischer Beratungsservice eingerichtet. Die von der Kammer repräsentierten Messen spielen eine immer wichtigere Rolle bei der Internationalisierung, denn sie bieten für viele portugiesische Firmen den Zugang nicht nur zum deutschen Markt, sondern auch zu vielen anderen Märkten der Welt.

1995-2004

Die ersten 50 Jahre, gelebte Modernität

• Der Bereich der neuen Technologien gewinnt in der portugiesischen Wirtschaft an Bedeutung. Neben Autoeuropa und Bosch / Blaupunkt errichtet auch Siemens eine hochmoderne Produktionsstätte in Portugal, Siemens Semicondutores, später umbenannt in Infineon Technologies / Qimonda.

• Portugal wird in die Gruppe der Gründungsländer der Eurozone aufgenommen. Die Kammer begleitet diese Tatsache mit Seminaren und der Verbreitung spezifischer Informationen.

• Auch in schwieriger Lage der Weltwirtschaft zeigen sich die deutschen Firmen in Portugal zufrieden mit ihren Investitionen; die von der Kammer 2001 bei den deutschen Firmen in Portugal durchgeführte Umfrage kommt zu sehr positiven Ergebnissen, die dazu beitragen, Vertrauen wiederherzustellen und zu Geschäften zu ermutigen.

• Im Bereich der Berufsausbildung gibt es ein Angebot, das sich immer mehr den Bedürfnissen der Wirtschaft anpasst. Die Rückmeldungen der Firmen sind äußerst positiv und die Quote der Beschäftigung der Auszubildenden der AHK Portugal liegt deutlich über 90% - ein Traumwert für Portugal.

• Die Kammer verstärkt ihre Aktivität bei den Exporthilfen mit der Herausgabe eines Exporthandbuchs und der Vorstellung verschiedener anderer Serviceleistungen in diesem Bereich.

• 2004 feiert die Kammer ihr 50jähriges Bestehen mit einer Konferenz, bei der sie den portugiesischen Premier-Minister, Pedro Santana Lopes, und den Bundeskanzler Deutschland, Gerhard Schröder, als Ehrengäste empfängt.

1985-1994

Beitritt zur EWG verleiht den deutsch-portugiesischen Handelsbeziehungen neue Dynamik

• Der Beitritt Portugals zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) im Jahre 1986 macht Portugal für deutsche Firmen attraktiver und die deutschen Investitionen bekommen eine neue Bedeutung. In wenigen Jahren registriert die Kammer zwischen 150 bis 200 Investitionen, vor allem in verschiedenen Industriesektoren.

• 1985 – Die Zweigstelle in Porto erhält eigene Räumlichkeiten und kann jetzt die Mitglieder im Norden vor Ort betreuen.

• In dieser Zeit finden neben anderen Veranstaltungen 47 Seminare für Investoren statt, um die neuen Bedingungen für Investitionen in Portugal bekannt zu machen, sowie Events in Anwesenheit deutscher Politiker. 1992 – der Merkur-Preis wird eingeführt, mit dem die Kammer jedes Jahr eine Persönlichkeit, Firma oder Institution würdigt, die sich bei der Förderung der deutsch-portugiesischen Beziehungen besonders ausgezeichnet hat.

• Umweltfragen gewinnen an Bedeutung, und die Kammer bekommt eine Abteilung, die sich diesem Thema widmet.

• Nach der Wiedervereinigung bietet die Kammer besondere Dienstleistungen für Firmen aus den neuen Bundesländern an.

• 1993 – Im Rahmen des Aufbaus Ost erweitern die portugiesischen Bauunternehmen ihre Aktivitäten nach Deutschland, kräftig unterstützt von der Kammer.

• Die Zahl der Mitglieder übersteigt zum ersten Mal 1200 und erreicht ihren Höhepunkt mit 1292 Mitgliedern im Jahr 1990. Es folgt eine Phase des Rückgangs, die Mitgliederzahlen sinken, und erst 2005 wird die Zahl von 1000 wieder überschritten.

• 1993 – Autoeuropa - das Joint-Venture von VW und Ford – kommt nach Palmela und folgt so den zahlreichen deutschen Firmen, die Portugal bereits als Standort für ihre Produktionseinheiten gewählt hatten. Auch in diesem Fall unterstützt die Kammer die zahlreichen Zulieferer, die sich in der Nähe der Fabrik ansiedeln.

1975-1985

Die nachrevolutionäre Zeit und die Erhöhung der deutschen Investitionen

• In den Zeiten politischer und wirtschaftlicher Unbeständigkeit, die dem 25. April 1974 folgten, behält die Kammer ihre Aktivitäten uneingeschränkt bei und liefert ihren Mitgliedern spezifische Informationen aus dem politischen und wirtschaftlichen Bereich und fördert das Vertrauen der deutschen Unternehmen in Portugal.

• Die deutschen Investitionen gehen zurück, aber die Kammer unterstützt durch die Realisierung von Events und durch Informationen weiter die Exporte nach Deutschland und versucht, Investoren für Portugal zu gewinnen.

• 1981 – Die Kammer veranstaltet neun Ausgaben der "Treffen über Investitionen in Portugal" und gewinnt so die Aufmerksamkeit von zahlreichen deutschen Firmen.

• Für die Mitglieder in Portugal beginnen die Besuche bei anderen Mitgliedsfirmen aus verschiedenen Sektoren, eine Aktivität, die bis heute fortbesteht. Der erste Besuch fand bei der Firma Beiersdorf Portugal statt.

• 1983 – startet das Projekt des Berufsbildungszentrums der AHK Portugal - heute DUAL - mit nur 18 Auszubildenden. Dieses Projekt, angeregt durch die Firmen AEG, BASF, Bayer, Bosch, Groz-Beckert, Grundig, Henkel, Hoechst, Miele, Rauschert, Siemens und Thyssen, funktioniert seit seinem Beginn in Lissabon und Porto.

1965-1974

Eine Zeit des Wachstums und der Stabilität

• Verschiedene Handelsabkommen und ergänzende Abkommen beseitigen die Handelshindernisse zwischen Portugal und Deutschland, und die Geschäfte zwischen beiden Ländern entwickeln sich weiter gut.

• 1967 – Die Kammer übernimmt die Bezeichnung Deutsch-Portugiesische Industrie- und Handelskammer und unterstreicht damit den starken Anteil der deutschen Investitionen in der Industrie im Land.

• Zwischen 1954 und 1973 steigt das deutsche Importvolumen in Portugal um 1.500 Millionen Escudos auf 10.000 Millionen. Im gleichen Zeitraum steigen die portugiesischen Exporte von 500 Millionen auf 3.000 Millionen Escudos. Deutschland konsolidiert seine Stellung als Zulieferer Nr. 1 von Portugal und als Nr. 3 unter den Abnehmern.

• Die Kammer begleitet die neue Dynamik in den Wirtschaftsbeziehungen zwischen Portugal und Deutschland mit einem an diese Realität angepassten Serviceangebot und sieht, wie die Anzahl an Kunden und Mitgliedern beständig steigt.

• Das Jahrzehnt endet mit neuen Herausforderungen für die Beziehungen beider Länder als Folge der Revolution vom 25. April 1974.

1954-1964

Gründung der Kammer

• 10. November 1954 - Gründung der ersten Deutschen Handelskammer in Portugal mit 52 Gründungsunternehmen. Gründungspräsident Joaquim d'Arriaga de Tavares' Vision: "Eine gemischte Kammer von Deutschen und Portugiesen, Importeuren und Exporteuren mit gleichen Rechten und Pflichten". Investoren werden erst später größere Bedeutung haben.

• In diesen Jahren steigt die Mitgliederzahl rasch, und schon bald nimmt die Kammer eine interne Reorganisation vor, um den Interessen der Unternehmen besser dienen zu können.

• 1956 - Die Kammer repräsentiert mehrere Unternehmen auf der Deutschen Technikmesse, wo moderne Apparate und Maschinen, Chemieprodukte und physikalische Geräte der deutschen Industrie gezeigt werden. Die Ausstellung empfängt über 70.000 Besucher in zwei Monaten.

• 1961 - Deutschland wird zum wichtigsten Handelspartner Portugals, fast 16% des portugiesischen Importvolumens stammen aus diesem Land.