Daniela Stocksreiter-Antunes Ferreira
Koordination Projekte
+351 938 804 366 daniela-stocksreiter@ccila-portugal.comDie portugiesische Industrie steht vor erheblichen Herausforderungen: Ein hoher Energieverbrauch trifft in zentralen Branchen wie Papier und Pappe, Zement, Glas, Lebensmittelverarbeitung, Chemie, Kunststoff- und Metallverarbeitung auf einen ausgeprägten Modernisierungsbedarf. Da diese energieintensiven Sektoren zusammen mehr als zwei Drittel des industriellen Energieverbrauchs des Landes ausmachen, sind Effizienzsteigerungen und die technologische Modernisierung entscheidend für die nachhaltige Transformation der portugiesischen Industrie.
Portugal schafft hierfür gezielt die politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen. Der Nationale Energie- und Klimaplan PNEC 2030 sieht eine deutliche Senkung des Energieverbrauchs in der Industrie vor. Im Fokus stehen dabei Industrie 4.0, Digitalisierung, erneuerbare Energien, Speichertechnologien, Elektrifizierung und Dekarbonisierung. Gleichzeitig gewinnen Industriecluster, technologische Kompetenzzentren und die Kreislaufwirtschaft als Treiber für Innovation und branchenübergreifende Zusammenarbeit an Bedeutung.
Für deutsche Unternehmen eröffnen sich attraktive Marktchancen, insbesondere durch Kooperationen mit portugiesischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und weiteren lokalen Akteuren. Lokale Partnerschaften und die Beteiligung an Konsortien können den Zugang zu Förderprogrammen und Ausschreibungen erleichtern und zugleich geeignete Voraussetzungen für gemeinsame Pilotprojekte sowie die anschließende Skalierung innovativer Technologien schaffen. Besonders vielversprechend sind mittelgroße und dezentrale Anwendungen, die von großen Energieunternehmen bislang weniger stark berücksichtigt werden.
Vor diesem Hintergrund organisiert die AHK Portugal vom 22. bis zum 25. Februar 2027 eine Geschäftsreise für deutsche Unternehmen zum Thema „Energieeffizienz unter Einbindung von Erneuerbaren Energien in der Industrie“. Die halbtägige Fachkonferenz am 23. Februar 2027 in Porto, bei der deutsche und portugiesische Expertinnen und Experten über aktuelle Trends, Herausforderungen und Kooperationspotenziale referieren, bildet den Höhepunkt des Programms. Zudem erhalten die deutschen Teilnehmenden die Gelegenheit, ihre Technologien und Dienstleistungen einem interessierten Fachpublikum vorzustellen und konkrete Geschäftsmöglichkeiten auszuloten.
An den folgenden Tagen finden individuell organisierte B2B-Gespräche mit potenziellen portugiesischen Geschäftspartnern statt – direkt in deren Unternehmensräumen. Die Gespräche werden von der AHK Portugal organisiert und begleitet. Diese Initiative bietet deutschen Unternehmen eine hervorragende Gelegenheit zur Geschäftsanbahnung und zur Stärkung der bilateralen Zusammenarbeit im Energiesektor.
Hier können Sie sich bis zum 14.12.2026 anmelden!
Dieses Geschäftsreise wird im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) durchgeführt. Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen der Exportinitiative Energie. Zielgruppe sind vorwiegend kleine und mittlere deutsche Unternehmen (KMU).
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